Mission geht weiter - Abschlusseminar

Nun ist es also so weit. Alle fünf Freiwilligen des FCM, die im Jahr 2016/17 einen Dienst auf den Philippinen geleistet haben, sind wieder zurück in Deutschland. Da das natürlich mit den unterschiedlichsten Gefühlen verbunden ist und, da wir die Zeit noch gemeinsam reflektieren wollten, trafen wir uns vom 7.9.-9.9.2017 zu einem Abschlussseminar in Frankenberg. Unglaublich, dass wir uns alle erst seit eineinhalb Jahren kennen, denn in dieser Zeit sind wir so eng zusammen gewachsen und können jetzt die anderen Mädels gar nicht mehr aus unserem Leben wegdenken!

Donnerstagabend fing es mit einem lockeren Abendessen an, bei dem wir uns sehr viel zu erzählen hatten, was natürlich noch bis spät in die Nacht fortgesetzt wurde. Freitag und Samstag waren dann voller intensiver Einheiten und Impulse, wobei auch jeder von uns die Möglichkeit bekam seine persönlichen Eindrücke und Erfahrungen in einer kurzen Präsentation vorzustellen und dies auch im Treffpunkt „Lebenswert“ mit anderen Leuten zu teilen. In den Einheiten ging es natürlich vor allem um unsere Zeit auf den Philippinen. Es wurde besprochen, wie jeder einzelne seinen Dienst dort wahrgenommen hat, was es für Probleme, Herausforderungen, aber besonders auch schöne Momente gab. Auch haben wir über Veränderungen geredet. Denn solch ein Jahr, da sind wir uns alle einig, kann gar nicht an einem vorrübergehen, ohne einen zu verändern. Dies müssen keine riesen großen Dinge sein oder weltbewegende Entdeckungen, die unsere gesamte Persönlichkeit ändern, sondern können ganz kleine Dinge sein. Manchmal merkt man diese Veränderungen auch erst viel später, z.B., dass man viel geduldiger oder dankbarer geworden ist oder es wird einem gesagt, dass man viel selbstbewusster als vor dem Einsatz ist. Jeder von uns ist aber nicht nur als Persönlichkeit gewachsen, sondern auch ganz besonders im Glauben. Ein Jahr bei einer Missionsgesellschaft mitzuarbeiten, in welcher Gott wirklich der Mittelpunkt ist, verändert einen zwangsläufig. Ganz wichtig dafür war unter anderem unsere Stille Zeit morgens, aber wir merkten auch schnell, dass das immer leichter gesagt als getan ist. In eine Beziehung muss man eben Zeit investieren und wir spürten schnell den Unterschied, ob wir uns diese Zeit für Gott nahmen oder nicht. Zum Glück hatten wir ja uns fünf, denn so konnten wir uns viel austauschen, und gegenseitig Mut machen und waren nie alleine. Das Gott ganz selbstverständlich in unserem Alltag und ganz besonders auch in unserer Arbeit als Freiwillige bei einer Missionsgesellschaft da war tat uns allen sehr gut und ermöglichte nochmal ein ganz neues Erleben von und Zusammenleben mit Gott.

Doch das war nur der Reflexionsteil unseres Seminars, denn wenn es hier schon enden würde, hätten wir uns ja nicht allzu viel mitgenommen. Deshalb sprachen wir auch darüber, wie es nun weitergeht, egal, ob wir nun anfangen zu studieren, eine Ausbildung zu machen, erstmal arbeiten oder auf eine Bibelschule gehen. Wie können wir da die Mission und alles, was wir im letzten Jahr gelernt haben und, was uns wichtig geworden ist mit ein? Denn bei vielen Arbeiten hier in Deutschland ist es schwierig oder sogar verboten über eben diese Themen zu reden. Dennoch können wir etwas tun und die Mission nicht einfach auf den Philippinen lassen, sondern mit nach Deutschland bringen. Denn dafür braucht man nicht immer Worte, wie wir alle feststellten. Oftmals ist es eher die Art wie wir leben. Ganz bewusst müssen wir freundlich und geduldig mit den Menschen umgehen und ihnen so die Liebe Gottes zeigen. Dadurch werden sie oft auf uns aufmerksam, merken, dass an uns etwas anders ist und sprechen und dann sogar darauf an. So beginnt also Mission. In unserem Denken und Handeln und nicht immer mit einem weitergegebenen Bibelvers. Durch unsere Art zu leben werden sich Gespräche entwickeln, in denen wir dann den Menschen von Gott erzählen dürfen. Manchmal kann das lange dauern, teilweise geht es auch sehr schnell. Aber wenn man bereit dazu ist werden sich immer neue Möglichkeiten eröffnen, egal wie klein und unscheinbar sie uns auch erscheinen mögen und Gott wird dann schon das Richtige mit uns machen.

Es tat uns wirklich gut für ein paar Tage nochmal zusammen zu kommen, über das vergangene Jahr und die kommende Zeit zusammen nachzudenken und solche Dinge gemeinsam herauszufinden. Es war ein tolles Jahr und wir sind sehr dankbar so gut vom FCM betreut worden zu sein!

Zurück

Nachrichten

Bericht von POCM

Liebe Unterstützer und Unterstützerinnen, Im POC Kinderheim kehrt langsam wieder Ruhe ein. Die ...

Weiterlesen …

FCM - Ein zweiter Brunnen für Uganda

Bereits im Dezember-Newsletter konnten wir von einem Brunnenbau in Uganda berichten. Und nun scho...

Weiterlesen …

FCM - Ein Brunnen für Uganda

So hieß das Motto des FCM e.V. zur 8. sächsischen Landesgartenschau in Frankenberg. Ziel war es...

Weiterlesen …

FCM - Rückblick aufs Missionsfest 2019

Das erste Novemberwochenende ist für den FCM e.V. traditionell das wichtigste im ganzen Jahr. An...

Weiterlesen …

PARA - Uni-Hockey

Unsere Therapiegäste trainieren Uni-Hockey, seit dem wir den Hallenboden gieβen konnten. In die...

Weiterlesen …

Renascer - Kindertag

Im Monat Oktober haben wir den “Tag des Kindes” gefeiert. Wir gestalteten einen ganz besonder...

Weiterlesen …

Familie Knösel - Vorbereitungen auf Brasilien

Hallo, mein Name ist Christian Knösel. Zu mir gehören noch meine Frau Christine und unsere Toch...

Weiterlesen …

FCM - Einladung zur Malawi-Gruppenreise 2020

Liebe Freunde des FCM. In den letzten Newslettern und auch der aktuellen Zeitung des FCM haben wi...

Weiterlesen …

Renascer - das "Farbenmonster"

Ich freue mich, dass ich wieder unseren Freunden und den Menschen, die an unsere Arbeit glauben, ...

Weiterlesen …