Freiwilligenbericht von HHM

Ein wunderschönes Hallo! Heute möchte ich euch von einen wunderschönen Erlebnis von Anfang des Jahres berichten - meine Eltern waren zu Besuch!

Für sie ging es mit einem Team vom FCM, also meiner Aussendeorganisation, Mitte Januar los. Am selben Tag ging es mit Alan, Rachel (das sind unsere Verantwortlichen), ihren zwei Söhnen, einigen Mitarbeitern und Johanna zur Planetshakers-Konferenz nach Manila. Die Planetshakers sind eine sehr bekannte Lobpreisband aus Australien. Einen ganzen Tag voll Lobpreis und Andachten. Sehr ermutigend, inspirierend und vor allem konnte ich neue Kraft (auch geistliche) schöpfen für die kommenden Wochen.

Meine Eltern und das ganze Team sind gut auf den Philippinen angekommen nach einem sehr langen Flug. Ich bin mit Alan nach dem Wochenende in Manila nach Baguio, zu dem anderen Standort von HHM gefahren und konnte sie dort endlich sehen. Es ist einfach noch einmal etwas ganz anderes sich umarmen zu können und richtig miteinander reden zu können! Außerdem sind fünf Monate eine echt lange Zeit!

In Baguio haben wir uns zusammen die Einrichtungen angeschaut, einiges mit den Kindern gemacht und das Krankenhaus sowie den Markt angeschaut.

Wir hatten auch noch ein ganz besonderes Erlebnis, nämlich einen Besuch bei einer ehemaligen Patientin der CRU Olongapo. Es war so schön sie gesund und munter bei ihrer Pflegefamilie in Baguio zu sehen. Die Pflegemama war sehr dankbar, dass wir sie besuchen kamen. Für sie ist es eine Art Gott zu ehren, indem sie das Mädchen bei sich aufgenommen hat. Das ist eine sehr schöne Einstellung.

Außerdem haben wir noch einen Tagesausflug zu den berühmten Reisterassen nach Banaue gemacht. Allerdings sollte man diesen Trip wirklich in zwei Tagen machen, wie er eigentlich vorgesehen ist. Es waren nur Kurven. Selbst mir, der so etwas eigentlich nichts ausmacht, ging es nicht ganz so gut. Sechs Stunden Fahrt sind auch echt lange.

Dann ging es weiter nach Olongapo. Am Abend waren wir gemütlich in einem Restaurant essen und endlich konnte ich auch Johanna wieder sehen.  Man glaubt es nicht, aber nachdem wir das erste Mal drei Tage voneinander getrennt waren, ist es schon schön einander wiederzuhaben.

Am nächsten Tag war volles Programm angesagt. Denn wir hatten bloß einen Tag in Olongapo, um alles zu sehen – alte CRU, neue CRU und das Krankenhaus. Allerdings waren wir mitten im Umzug. Das heißt in der alten CRU wurde gerade alles ausgeräumt und in die neue CRU gefahren. Trotzdem konnten wir dem Team einen ganz guten Einblick geben und die Arbeit von Johanna und mir vorstellen.

Auch das Krankenhaus konnten meine Eltern besichtigen. (Übrigens eine Tatsache, die ich immer noch als etwas komisch empfinde – Besuchern wird einfach so das Krankenhaus gezeigt, sie können in die ganzen Zimmer reinschauen und die ganzen Patienten sehen. In Deutschland wäre sowas unvorstellbar und ich persönlich wüsste auch nicht, ob ich das als Patient wollen würde.) Zudem haben sie Süßigkeiten in der Kinderstation verteilt und mit den Kindern und Eltern gebetet.

Doch auch der nächste Tag hielt mal wieder viel bereit. Das Team besuchte POCM, die andere Organisation hier auf den Philippinen, in der zwei weitere Freiwillige vom FCM arbeiten

Einen Tag später stand dann das Zwischenseminar an, für das wir für eine Woche nach Botolan reisten. Denn mit dem Team ist auch Andreas, der Leiter vom FCM mitgekommen und so haben sich das erste Mal alle sechs Freiwilligen wieder getroffen. Außerdem waren noch zwei weitere Mädels dabei, sie waren Freiwillige der letzten zwei Jahre bei POCM und machten gerade erneut einen zweimonatigen Einsatz.

Auf dem Weg nach Botolan haben wir noch die Familie eines Patienten besucht. Da er immer mal wieder zurück nach Hause geht, weiß ich jetzt auch, wie er lebt. Die Familie lebt unter anderem von einem sogenannten „Sari-Sari-Store“. Diese kleinen Läden gibt es in Massen auf den Philippinen. Da kann man Getränke, Süßigkeiten, Hygieneartikel usw kaufen. Das Besondere an diesem Laden ist, dass sie selbstgemachte Süßigkeiten verkaufen. Zum Beispiel Karamell oder so etwas wie Müsliriegel. Außerdem wurde die Familie aus Deutschland unterstützt und konnte so ihn ihr Haus einen Raum für den Jungen abtrennen.

Botolan war das perfekte Strandresort. Niemals hätte ich mir unser Zwischenseminar so vorgestellt! Nur 10 Meter von unserem Bungalo weg und man war am Meer!

Die nächsten Tage hieß es reden, reden, reden. Es ging darüber, wie wir unser Projekt erleben, ob wir Schwierigkeiten haben, was wir uns vorstellen für die Zukunft usw. Dabei habe ich gemerkt, wie gut es mir hier geht. Natürlich gibt es Herausforderungen, wie zum Beispiel die ganzen verschiedenen Erziehungsstile unter einen Hut zu bekommen. Doch trotzdem liebe ich die Kinder und komme auch mit allen Mitarbeitern sehr gut klar! Langeweile ist hier kein Begriff und gerade diese Abwechslung mag ich. Ich kann Gott nur danken, dass er mich hier an diesen Ort gebracht hat. Ich darf sehr im Glauben wachsen.

So habe ich mich auch dazu entschieden einen Monat zu verlängern. Das heißt, bis Anfang Juli!

Doch zurück zu unserer Woche in Botolan. Wir konnten auch einiges von der Landschaft sehen. So haben wir den National Park Hundert Islands besucht und den Vulkan Pinatubo bestiegen.

Es war eine unglaublich schöne Zeit! Ich bin sehr dankbar, dass meine Eltern mich besuchen waren. Vor allem weil mein Papa davor noch ein wenig gesundheitliche Probleme hatte und es nicht sicher war, ob er kommen kann. Somit ist es für mich ein Wunder, dass er kommen konnte und wir hier zusammen Zeit verbracht haben.

Danke, dass ihr mich immer noch unterstützt. Inzwischen ist die Anzahl der Tage mehr und mehr geschrumpft. Es ist schon nicht mal mehr eine dreistellige Zahl! Ich merke, wie sehr mich die Gebete durch meine Zeit hier tragen. Danke.

Ganz liebe Grüße,

eure Annegret Kempe

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