AMB - Der Jahresbeginn in den Patenschaften

In einem bekannten Lied, dass wir in unseren Gemeinden singen, heisst es: “Ein neuer Tag beginnt und ich freu mich, ja ich freue mich. Ein neuer Tag beginnt, und ich freu mich Herr auf dich.“ Eigentlich könnten wir das Wort „Tag“ auf „Jahr“ abändern: Wir freuen uns auf das neue Jahr, dass nun beginnt.

In den Patenschaften, sei es bei den Familien im „Interior“ oder bei den Kindern in der Stadt Palmeira, haben wir am Jahresanfang immer die Gelegenheit mit allen Familien ganz nahe ins Gespräch zu kommen. Mit allen, seien es Kinder- oder Familienpatenschaften, füllen wir am Beginn des Jahres einen Fragebogen aus, wo die ganze Daten von der Familie, wie und wo sie wohnen, Einkommen der Familie, Wohnverhältnisse, u.a. abgefragt werden, aus. Die Familie hat die Gelegenheit mit dem Projektleiter über die Anwendung der materiellen Hilfe im kommenden Jahr (2018) zu sprechen. Diese Zeit, wo ein Mitarbeiter die nötigen Fragen stellt, damit alle neuen Daten aufgenommen werden können, bietet oft die Gelegenheit mit den Leuten persönliche Gespräche zu führen. Viele schwere Situationen und Lebenserfahrungen kommen zum Vorschein. In der Familienpatenschaft erzählte uns eine Mutter, wie sie jetzt nach fast einem Jahr wieder Freude am Leben und an der Arbeit hat. Vor einem Jahr starb ganz plötzlich ihre Schwester an einer Bushaltestelle. Dann starb ihr Vater nach langjähriger Krankheit und sie selber war gefallen und hatte sich die Schulter gebrochen. Sie wohnt in einem abgelegenem Dorf in São João do Triunfo und da ist es nicht so einfach mal schnell in die Stadt zu fahren, wenn es notwendig ist. Edite E. Ferreira und ich besuchen diese Familie öfters und unterhalten uns mit ihnen. Als Bindeglied zwischen Paten, Patenkindern und -familien dürfen wir ihnen einiges an Hilfe mitbringen, so wie Schulmaterial für die Kinder, Möbel, Kleidung, Medikamente und vieles mehr. Sie freuen sich immer, wenn wir sie besuchen kommen und mit ihnen diese gemeinsame Zeit haben. Mit Gottes Hilfe dürfen wir im Leben dieser Familien auch ein Sonnenschein sein. Oft kommt es uns so wenig vor was wir für sie machen können, aber es lohnt sich, Gottes Wort in ihre Herzen zu streuen.

In der Kinderpatenschaft dürfen wir diese Dankbarkeit der Familien auch erleben. Ein Jugendlicher, dem über 15 Jahre lang mit Physiotherapie, Kursen, Kleidung, Schuhen, Lebensmitteln usw, geholfen wurde, kam zu uns und bat darum, seine Kinderpatenschaft abzuschließen. Seit seiner Geburt hatte er mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Er brauchte immer Hilfe von seinen Eltern um unsere monatlichen Familienversammlungen zu besuchen. Über Jahre bekam er viel Hilfe von seiner Patentante in Deutschland durch die AMB. Dafür ist er dankbar und bezeugt, was diese Hilfe und die liebevolle Zuwendung der Patentante in seinem Leben bewirkt hat. Er äußerte den Wunsch, dass die Patenschaft nun weitergegeben werden kann, an ein anderes Kind, das Hilfe braucht und dem es nicht so gut geht wie seiner Familie. Solche Beispiele freuen und ermuntern uns, den Dienst an den Ärmsten weiter zu machen. Denen zu helfen, die am Rand der Gesellschaft sind.

Mit diesem kleinen Einblick in unsere Arbeit, jetzt zum Jahresbeginn, lade ich Sie heute ein, Leben zu verändern. Mit einem kleinen monatlichen Betrag ist es möglich, die Leben von Kinder und Familien zu verändern, ihnen Gottes Wort weiter zu sagen und auch Hoffnung in ausweglos erscheinenden Situationen zu schenken.

Christian Pauls
Leiter der Kinder- und Familienpatenschaften

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