Brasilien in Zahlen

Kurz vorgestellt

 

Brasilien ist  von seiner Fläche und von seiner Einwohnerzahl her der fünftgrößte Staat der Erde. Im Jahre 1500 wurde das Land von Pedro Alvares Cabral entdeckt und in der Folgezeit von Portugiesen besiedelt. Aus diesem Grund ist die Landessprache portugiesisch. Da die einheimischen Indios für die europäischen Krankheiten sehr anfällig waren, konnten sie die Arbeit in den Zuckerohrplantagen kaum bewältigen. Deshalb wurden afrikanische Sklaven nach Brasilien gebracht, deren Nachfahren heute einen Teil der Bevölkerung ausmachen.

Bereits 1822 erklärte Brasilien seine Unabhängigkeit von Portugal. Bis in die 1980er Jahre erlebte das Land einen Wechsel von Demokratie und Diktatur. Unter einer Militärdiktatur ab 1963 gab es in Brasilien einen Wirtschaftsaufschwung, an welchem auch deutsche Investitionen beteiligt waren. Allerdings verschlechterte sich die Lage Anfang der 80er Jahre deutlich, es kam zu einer Wirtschaftskrise mit galoppierender Inflation und so wurden 1985 freie Wahlen zugelassen.

In den späten 80er und frühen 90er Jahren konnte die Wirtschaftskrise kaum gestoppt werden. 1994 wurde in einer umfassenden Währungsreform der Real eingeführt. Diese Reform ging vor allem zu Lasten der Armen, da viele Betriebe Konkurs anmelden mussten und sich dadurch die Situation auf dem Arbeitsmarkt verschärfte. Erst seit 2002 erholt sich die Wirtschaft langsam wieder, die Landeswährung Real wird gegenüber dem Euro wieder stärker. Brasilien kämpft aber weiterhin mit dem Problem, eine gut ausgebildete, wohlhabende Minderheit und eine am Existenzminimum lebende Mehrheit in der Bevölkerung zu haben.

Im Bundesstaat Paraná, in welchem die meisten Projekte des FCM angesiedelt sind, siedelten im 19. Jahrhundert zahlreiche Einwanderer aus Italien, Polen, Deutschland, Russland und der Ukraine. Unter ihnen war auch eine Gruppe von Mennoniten, die deutscher Abstammung sind und deshalb deutsch sprechen, was die Zusammenarbeit ungemein erleichtert

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